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Medien und Presse

Hier finden Sie Artikel, die im zusammenhang mit Physioblind veröffentlicht wurden

Inhaltsverzeichnis
Kursbericht Wochenendkurs 2010, Easytape
Kursausschreibung Wochenendkurs 2010, Easytape
Brief an die Ausserordentliche Generalversammlung der IMTT
Bericht über den Wochenendkurs 2009
Bericht des Wochenkurses 2009
Kursausschreibung Wochenkurs 2009
Tag der Physiotherapie 2008 zum Thema Schmerz in Glarus
20 Jahre Jubiläum und Tag der Physiotherapie 2008 in Glarus
Narbenkurs nach David Boeger
Bericht des Wochenkurses 2008
Kursausschreibung Wochenkurs 2007
Bericht über die Generalversammlung 2007
Chiropraktik und Physiotherapie
Kursausschreibung, Einblick in die Chiropraktik

Kursbericht, Easy-Taping vom 26. und 27.06.2010

Am Samstag den 26.06. trafen wir uns schon gut gelaunt zu einer zum Glück noch christlichen Zeit, nämlich um 10.00 Uhr am Kiosk beim Bahnhof Tiefenbrunnen mit unserem Kursleiter Marco Schuurmans Stekhoven.
Gemeinsam gingen wir dann die gut 100 Meter zur Mühle, wo uns ein praktisch eingerichteter Kursraum weiter positiv stimmte. Erstens war der Raum übersichtlich und zweitens fehlte nichts: Pro 2ergruppe gab es einen Tisch, an dem wir uns für die Theorie ausbreiten konnten und einen weiteren Tisch, um daran praktisch zu üben. Ausserdem gab es für jeden eine Schere, einen Abfalleimer und genügend Tape-Material. Ich schätze das sehr, weil man dann keine Zeit mit Suchen versäumen muss.
Des Weiteren, nicht ganz unwichtig, gab es eine Kaffeemaschine, Mineralwasser, Gipfeli und Früchte, womit wir uns jederzeit bedienen konnten. Die Kaffeemaschine war sogar das erste, das uns Marco zeigte. Als wir dann wussten wie sie funktionierte, stand dem Kursbeginn nichts mehr im Wege.

Kurz und präzise führte uns Marco in die Theorie des Easy-Tapings ein. Danach ging's sofort ans Praktische und beim wieder Abreissen der Streifen manchmal sogar ans Lebendige. Aber nun zuerst zum Praktischen:
Motiviert und genau zeigte uns Marco zuerst die Prinzipien des Testens, die aktiven Tests und dannn die Richtungsmöglichkeiten der Hautverschiebung oder z.B. der Verschiebung der Scapula. Der Patient entscheidet jeweils die Tape-Richtung mit, indem er bestimmt in welche Richtung der Test, sei es eine Bewegung oder ein Kraft-Test, besser geht. In die entsprechende Richtung wird dann das Tape angelegt. Wie kompliziert so ein Tape ist, hängt davon ab, wie man am meisten aus dem Test herausholen kann, bzw. die Beweglichkeit oder Kraft des Patienten am besten verbessern kann. Tapes können aber auch zur Schmerzreduktion eingesetzt werden. Nachdem sich also die 16 Hände, es sah wirklich noch lustig aus, von Marco und dem jeweiligen Modell zurückgezogen haben, machten wir uns ans Werk.
Die ersten Tapes gelangen unterschiedlich gut. Mir machte zuerst mein Defizit mit dem rund Schneiden zu schaffen, das ich noch vom Kindergarten her habe. Ich war halt nie kreativ genug selber zu basteln und die Sehenden sagten immer, dass ich das nicht könne. Aber das ist Vergangenheit. Mit Marcos Tricks schneide ich heute wie ein Weltmeister, zumindest wenn es die Qualität der Schere zulässt.
So Tapten wir mehr oder weniger den ganzen Bewegungsapparat in den 2 Tagen, ein Gelenk nach dem anderen und es lief immer besser!
Einige der letzten und schwierigeren Tapes zeigte uns Marco sogar mit geschlossenen Augen. "Man kann das sehr gut blind machen." Gesagt haben das ja schon viele, aber es lässt sich nicht jeder gerne darauf ein. Das war wirklich super und er hatte recht, die Tapes waren schön und spannten richtig. Gratulation!

Am Schluss des Kurses war mir auf jeden Fall klar, dass Taping, gerade Easytaping aber sicher auch andere Taping-Arten, von Blinden ganz gut gelernt und angewendet werden können. In meiner Ausbildung wurde oft das Gegenteil behauptet. Dadurch hatte ich grosse Vorurteile. Zum Glück habe ich diesen Kurs trotzdem oder erst recht deshalb besucht.
Marco hat mich und hoffentlich auch viele andere von einer guten neuen Behandlungsmethode überzeugt, die ich schon jetzt sehr häufig in meinen Arbeitsalltag integriere. Dafür möchte ich mich im Namen des ganzen Kurses bei Marco ganz herzlich bedanken!
Ausserdem möchte ich auch Susanne Gasser für die Organisation dieses Kurses herzlich danken, auch das war natürlich spitze! Zum Schluss wünsche ich allen Teilnehmern dieses Kurses viele Patienten, die sie erfolgreich tapen können!

Entlebuch, 06.07.2010
Barbara Rubin

Kursausschreibung, Easytaping 2 Tageskurs für Sehbehinderte Physiotherapeuten

Easytaping ist eine neue funktionelle Taping Methode. Wobei die direkte Funktionsverbesserung durch das Taping im Vordergrund steht. Mit Hilfe von Hautverschiebe Tests wird die Tape Richtung und Taping Technik ermittelt und die Wirksamkeit mit Funktionstests eruiert.

Der Easytaping Basiskurs für Sehbehinderte Physiotherapeuten umfasst eine theoretische Einführung, Demonstration der Easytaping Techniken und viele Applikationen an Fuss, Knie, Hüfte, Rücken, Nacken, Schulter und Ellenbogen.

Die Techniken sind gut nachvollziehbar, die Instruktionen und Demonstrationen werden auf die Sehbehinderung angepasst.
Das Kursskript wird als Text-Version auf CD zum Kurs geliefert. Und kann vom Computer ausgelesen werden.

Datum: 26.06. und 27.06.2010

Zum Instruktor
Marco Schuurmans Stekhoven, Physiotherapeut und Easytaping Master Instrukteur, First Kinesiotaping Instrukteur in der Schweiz

An die Ausserordentliche Generalversammlung der IMTT

Im Namen von Physioblind begrüsse ich die Teilnehmer der ausserordentlichen GV.
Leider kann ich als Kursorganisator von Physioblind an dieser Veranstaltung nicht teilnehmen. So möchte ich Beat auf schriftlichen Wege ein grosses, herzliches Dankeschön zukommen lassen, dass wir in der damals genannten" Kommission für Sehbehinderte und blinde Physiotherapeuten" die Möglichkeit bekommen haben, seine Kurse zu besuchen.

Wer sind wir "Physioblind"? Die Frage stellte sich z. B. am Wochenende vom 3.10./ 4.10.09 am Workshop "Klettern und Triggern", als eine Teilnehmerin meinte, ich wusste gar nicht, dass es blinde Physios gibt! Es ist uns deshalb ein Anliegen, wieder einmal darauf aufmerksam zu machen, dass es uns gibt.
Beat Dejung hat uns vor 14 Jahren das "Triggern" beigebracht. Er tat das auf eine bestimmte aber lockere Weise, die uns zu gute kam, unter dem Motto: "Suech- drück- und du merksch was passiert". So lernten wir Triggern nach Gefühl und eigener Erfahrung. Beat hat uns den ersten Triggerkurs 1995 gegeben und uns auf den Geschmack gebracht, dass es eine Therapieform ist , die uns Sehbehinderten und Blinden liegt. Im weiteren Verlauf der Ausbildung hat uns dann Christian Gröbli begleitet.
Es gingen unter dieser Obhut 8 Diplomierte Triggertherapeuten-innen hervor, später 4 DryNeedling-Therapeuten. Im Laufe der Zeit haben wir unter der kompetenten Leitung von Heidi Tanno noch weitere Kurse durchgeführt.
Leider mussten wir auch die unschönen Zeiten erleben. Physioblind fühlte sich jedoch immer der IMTT zugehörig und organisierte sich auch weiterhin über IMTT-dies nicht zuletzt wegen des Engagements von Beat für unsere Anliegen.

Ich wünsche im Namen von Physioblind Beat Dejung alles Gute für seinen wohlverdienten Ruhestand.

Der IMTT und dem ganzen Vorstand wünschen wir weiterhin viel Power und Erfolg.

Viele Grüsse, für den Verein Physioblind, Theo Gamper,

Wochenendkurs "therapeutisches Klettern" in Bad Ragaz

Das Wochenende vom 3. und 4. Oktober 2009 verbrachten wir bei schönstem Wetter mit dem Thema des "therapeutischen Kletterns". Es war nicht Eiger Nordwand und auch nicht Wand der Sila, sondern eine Sprossenwand oder eben die Kletterwand in der Therapie. Die Übungen sind einfach und erstaunlich in ihrer Wirkung. Es können gezielt Muskelgruppen stimuliert und Wirbelsäulen-Fehlstellungen effizient korrigiert werden. Eine Verstärkung der Übungen kann dadurch erreicht werden, indem die Sprossenwand oder die Kletterwand überhängend geneigt wird. Anhand von Videoaufnahmen beeindruckte die motivierende Wirkung der Kletterwand auf einen spastisch gelähmten Buben, der eben nicht in die Therapie, sondern ins Klettern geht, was in der Wahrnehmung eines behinderten Kindes wirklich nicht das Gleiche ist. Für die spastisch gelähmten Patientinnen und Patienten bietet die Kletterwand eine Abwechslung in der Therapie und eine deutlich motivierende Herausforderung. Dabei kann tonisiert und wenn man die Rotation mit in die Behandlung einbezieht auch detonisiert werden.
Die Kletterwand bietet tatsächlich eine Alternative im Gymnastikangebot der modernen Physiotherapie. Der Vorteil ist die deutliche Motivationssteigerung gegenüber der alt hergebrachten Sprossenwand. Die Kosten von ca. Fr. 2'500.00 für eine Kletterwand sind im Vergleich mit einem Trainingsgerät bescheiden. Die Sprossenwand ist dagegen günstiger und vielseitiger.
Für uns blinde Physiotherapeutinnen und Physiotherapeuten ist es wichtig, dass wir auch Therapiemöglichkeiten ausserhalb unseres Arbeitsalltages kennen lernen. Es tut gut, einmal über seine eigenen Grenzen hinaus zu gehen.
Am Rande bekamen wir noch etwas vom Skulpturenpark in Bad Ragaz mit und wer wollte hatte die Möglichkeit, das neue Thermalbad zu geniessen. Das Abendprogramm mit Torkel in der Bündner Herrschaft war genussvoll und weinlaut, was uns überarbeitetem Therapeutenvolk sehr gut bekommen ist. Der stündige Hin- und der ebenso lange Rückweg war Therapie für uns und unsere "gefüllten" Seelen.
Den Organisatoren Angelika Soler und Theo Gamper sei an dieser Stelle herzlich gedankt, ebenso den Kursverantwortlichen Heidi Tannò und Dirk Scharler.
Beni Fasser

SOLSANA – KURS 2009

“Trainings-Methode nach Pilates"

Unser bereits traditionell gewordener Weiterbildungskurs fand auch dieses Jahr wiederum im Hotel Solsana oberhalb des schönen Simmentaler Dorfes Saanen statt. Die Woche vom 24. – 29. August brachte uns nebst gewohnt guter Küche und freundlicher Atmosphäre viel Sonnenschein mit teils hochsommerlich heissen Temperaturen.

Pilatesübung in Rückenlage Zwei echte „Sonnenscheine“ waren auch unsere beiden Kursleiterinnen Karolina Schmid und Jeannine Schläppi. Mit einem gelungenen Mix aus kanadischem Humor und Berner Oberländer Charme haben die beiden es vorzüglich verstanden, uns das Konzept von Joseph Pilates nahe zu bringen. „Pilates“ ist schon seit einigen Jahren in aller Munde; und jetzt wissen wir auch warum: Bei dieser Trainingsmethode steht für einmal nicht die Zurschaustellung von möglichst grossen Muskelpaketen im Vordergrund, sondern die Erlangung einer stabilen, ausgewogenen Körpermitte. Durch das gezielte Training der kleinen, oft viel zu schwachen Muskeln nahe der Wirbelsäule können erstaunliche Effekte erzielt werden: Verbesserung von Haltung, Ausdauerleistung, Koordination und Körperwahrnehmung, um nur einige zu nennen – und, last but not least, kann den „Reservereifen“ und anderen unliebsamen Fettpölsterchen effizient zu Leibe gerückt werden.

Pilatesübung im Sitz mit Ring Karolina und Jeannine, Ihr habt uns allen und damit auch vielen unserer PatientInnen etwas wirklich Gutes getan! Nochmals ganz herzlichen Dank!

Schmerikon, 9. September 2009
Therese Reichert
Verein „physioblind“

Kursausschreibung Wochenkurs Solsana 2009

Mat class Basic nach J.H. Pilates Diplomlehrgang

Einwöchiger Lehrgang speziell konzipiert für 20 blinde Physiotherapeuten

Ausbildungsinhalte/Ziel
Dieser Lehrgang bildet den Grundstein für Ausbildungen nach der Pilates Methde Methodik und Choreographie einer Lektion, Technikschulung, effizienter Einsatz von Rings & Rollers, Mat Class nach J. H. Pilates. Übungen in Musterlektionen, Körperwahrnehmungsübungen, praktisches Unterrichten mit Feedback, Tipps und Tricks für funktionelles Pilates Training und Unterricht mit speziellen Teilnehmern wie Schwangeren oder Senioren.
Am letzten Tag wird eine praktische sowie theoretische Prüfung durchgeführt. Es wird je nach Erfolg eine Teilnahmebestätigung oder ein Diplom überreicht.

Hauptreferentin
Karolina Schmid Pilates Instruktorin, Ausbildnerin

Datum Montag 24.08. - Fr 28.08.2009

Fachmodul 1 + 2: 5 Tages Schulung

Ort Kurs- und Ferienzentrum Hotel Solsana, 3792 Saanen


Tag der Physiotherapie zum Thema Schmerz

Das Schmerz nicht einfach Schmerz ist sondern vielmehr eine Wundertüte mit vielen Ueberraschungen erlebte ich am Tag der Physiotherapie in der Physiotherapie Glarus am 15.09.08.

"Gwundrig"

Nachdem ich im Fridolin vom 6. September den Artikel zum "Tag der Physiotherapie" gelesen hatte, meldete ich mich zum Vortrag "Schmerz - die alltägliche Herausforderung" von Fritz Bolliger an. Da ich schon viele Jahre an chronischen Schmerzen leide und mich mit diese Problematik auseinander setze, war ich "gwundrig" was ich da neues erfahren kann.

Herzlicher Empfang

Mit feinem Kaffee und selbstgemachtem Kuchen wurde ich durch das Team von www.physioglarus.ch am vergangenen Samstag, 15. September, im Glärnischzentrum herzlich empfangen. Ca 20 Personen haben sich zum Vortrag in der Praxis eingefunden.

Werkzeuge gegen Schmerz

In den 75 spannenden Minuten stellten wir uns die Frage: Was ist eigentlich Schmerz, wie entsteht er. Wir beleuchteten Aspekte aus der Sicht des Physiotherapeuten und Betroffenen. Zum Schluss zeigte uns Herr Bolliger diverse Möglichkeiten und Werkzeuge, welche die Physiotherapie den Betroffenen im Umgang mit ihrem Schmerz zur Verfügung stellen kann. Ich war begeistert, wie uns der blinde Physiotherapeut sicher durch das umfangreiche Thema führte. Ich erlebte wie viele Mitmenschen zwar ihren eigenen individuellen Schmerz ertragen müssen, aber viele der Verhaltensmuster sich gleich zeigen. Auch die Probleme im Umgang mit dem Schmerz sind oft sehr ähnlich. Ich fühle mich bestätigt, dass chronische Schmerzen auf allen Ebenen, Schritt für Schritt behandelt werden müssen. Dabei spielen meine Mitarbeit, meine kraft und meine Motivation eine wichtige Rolle. Daher bin ich überzeugt, dass ich zu meinem erfolgreichen Umgang mit meinen Schmerzen auch diesen Aspekten grosse aufmerksamkeit schenken will und ich mich entsprechend einrichten muss.

Schnupperkurse gaben Einblicke in systematisches Körpertraining zur Kräftigung der Muskulatur und Schmerzmilderung

Nach dem Vortrag besuchte ich mit einigen Leuten die Schnupperkurse in Pilates und Spiraldynamik. Andere liessen sich in einer Einzelsitzung durch die Dipl. Physiotherapeuten beraten oder behandeln. Für manche war der Vortrag recht anstrengend, so dass sie lieber ihre Ruhe im Freien suchten. Mich haben die gut vorbereiteten Schnupperkurse überzeugt und ich werde mich bestimmt für eine der beiden Gruppen "Pilates" oder "Spiraldynamik" welche ab Ende Oktober starten anmelden.

H.P. I., Netstal


Das grosse Jubiläum am Tag der Physiotherapie

Die Physiotherapie Glarus AG bringt zwei Anlässe unter einen Hut
den nationalen Tag der Physiotherapie zum Thema Schmerz und das 20-jährige Bestehen der Praxis.
Mit einem Vortrag, Schnupperlektionen und Behandlungen.
Von Irène Hunold Straub. Glarus.

Als der erblindete Bernhard Fasser vor 20 Jahren seine Physiotherapie-Praxis in Glarus eröffnete, mochte wohl mancher staunen. Er hatte Erfolg. Zwei Jahre später stiess Fritz Bolliger hinzu, welcher seit Geburt nichts sieht. Dafür ist das Gespür für die Patienten umso besser ausgebildet.
Vor eineinhalb Jahren hat Fritz Bolliger die Physiotherapie Glarus AG im Glärnischzentrum übernommen, und Bernhard Fasser führt seither die Physiotherapie Insel, wo er vor allem chronisch Kranke in einer ruhigen Atmosphäre behandelt.

«8500 Patienten behandelt .»
"Fritz Bolliger war massgebend am Ausbau der Praxis beteiligt", sagt heute Bernhard Fasser. Und er rechnet aus, dass in all den Jahren rund 8500 Patienten behandelt worden seien. "Jeder vierte Glarner war demnach mal bei uns in Behandlung." Seit je umfasst die Praxis 250 Stellenprozente, welche im Moment auf fünf Personen verteilt sind.

«Der Schmerz als Thema .» Das Jubiläum soll gefeiert werden.
Gleichzeitig soll aber auch der Tag der Physiotherapie begangen werden. "Dieser wäre offiziell am 8. September, aber es finden schweizweit während den ersten beiden September-Wochen Aktivitäten statt. So haben wir den 15. September für unsere beiden Anlässe gewählt", erklärt Fritz Bolliger. Er macht als einzige Praxis im Glarnerland mit.
Schon 2005 sei ein solcher Tag durchgeführt worden. Damals machte die Physiotherapie Glarus AG nicht mit, denn es ging um Sturzprophylaxe - ein Thema, wo die Sehbehinderten nicht viel beitragen konnten. Jetzt jedoch, beim Thema Schmerz, wird Fritz Bolliger einen Vortrag im grossen Therapieraum im hinteren Teil der Praxis halten.
Der Titel heisst "Schmerz, die alltägliche Herausforderung".
"Die Zuhörer sollen sehen, wie man mit dem Schmerz umgehen kann, sie sollen profitieren können", sagt Fritz Bolliger.
Bei den zwei Schnupperlektionen, die angeboten werden, geht es in erster Linie um Prophylaxe
Zum einen wird Franziska Weber eine Pilates-Lektion anbieten. Franziska Weber gehört zum Team der Physiotherapie Glarus AG. Zum anderen wird die Bewegungspädagogin Paula Engler eine Lektion in Spiraldynamik gestalten.
Fritz Bolliger könnte sich vorstellen, dass sich daraus später mal eine Zusammenarbeit ergeben könnte.
Vortrag und Schnupperlektionen sind gratis.
Zum Jubiläum wird Bolliger ausserdem zum Jubiläumspreis von 20 Franken eine individuelle Untersuchung, Beratung und Behandlung von Schmerzen am Bewegungsapparat sowie von Kopfschmerzen anbieten.


Narbenbehandlung nach David Boeger

Die Sehbehinderten mit dem Gespür in den Händen
DIE SÜDOSTSCHWEIZ | SAMSTAG, 13. SEPTEMBER 2008

Arbeit mit Sehbehinderten: Kursleiter David Boeger bringt den Kursteilnehmern die von ihm entwickelte manuelle Narbentheorie näher. Blinde und sehbehinderte Physiotherapeuten aus der ganzen Schweiz absolvieren in Glarus einen zweieinhalbtägigen Kurs zum Thema Narbenbehandlung. Die Weiterbildung haben Bernhard Fasser und Fritz Bolliger organisiert.
Von Irène Hunold Straub

Glarus. – Für den Kursleiter David Boeger ist es das erste Mal, dass er mit blinden Berufskollegen eine Weiterbildung durchführt. Er hat am Abend zuvor im Hotel «Glarnerhof» einen Vortrag für die Öffentlichkeit gehalten und die zahlreichen Fragen der Interessierten beantwortet. Das war für ihn ein Vortrag wie viele andere auch. Für den Kurs, der seit gestern in Glarus stattfindet, musste er sich jedoch etwas umstellen. So arbeitet er während der zweieinhalbtägigen Fortbildung statt mit Bildern mehr praxisbezogen. Was er über die manuelle Narbentherapie vorträgt, tut er völlig frei. Die Sehbehinderten werden später noch ein Skript zugeschickt bekommen. Einige nehmen das Gesagte auf einen Tonträger auf, andere greifen in dieTasten eines Mini-Laptops.

Erstmals in Glarus
Alle kennen einander bereits von früheren Kursen her. Das ist schon bei der herzlichen Begrüssung offenkundig geworden. Für gewöhnlich werden dieWeiterbildungen der sehbehinderten Physiotherapeuten im Saanenland abgehalten: in einem Hotel, das Blinden, Sehbehinderten und allen übrigen Gästen offensteht.
Bernhard Fasser und Fritz Bolliger, die beide als Blinde ihre eigene Physiotherapie- Praxis in Glarus führen, haben beim Verein Physioblind angeregt, dieses Mal einen Kurs im Glarnerland durchzuführen. «Es geht jeweils nicht nur um Wissenswertes, sondern auch um die Motivation für unseren Beruf», weiss Fritz Bolliger. Die Organisatoren haben sogar dafür gesorgt, dass während der Kurszeiten die drei Blindenführhunde von einzelnen Personen in Obhut genommen werden.
Schon vor Beginn des Kurses ist David Boeger zuversichtlich, dass die Sehbehinderten einen besonderen Zugang zum Thema haben. «Es geht hier ja sowieso viel ums Fühlen», sagt er, denn es handle sich um das Bindegewebe und um Spannungsunterschiede im Gewebe. Ausserdem stehen ihm zwei sehende Physiotherapeuten zur Seite. Und so geht es denn im «Stadthof», dem Kurslokal, fröhlich und gleichzeitig ernsthaft zu und her.

Narbentherapie ist schmerzhaft
Während der Einführung erklärt der Referent die von ihm entwickelte Technik zum Diagnostizieren und Lösen sämtlicher Narben. «Nicht nur von Operationsnarben; auch jede entzündung hinterlässt Narben, ja jeder blaue Fleck», informiert er. Und während in der herkömmlichen Narbentherapie die Narbe selbst im Zentrum stehe, beziehe die manuelle Narbentherapie das gesamte Bindegewebssystem in in die Therapie ein.
Daraufhin wechseln die Teilnehmenden zu den insgesamt neun Massageliegen. Sie therapieren sich gegenseitig. «Da spürt man auch als Therapeut, wie sich dieseTherapie anfühlt », so der Kursleiter. Sie lernen dank ihrer Erfahrung in ihrem Beruf schnell, wieVerklebungen undVernarbungen zu erkennen sind.
Boeger stellt seine Therapieform als eine wirksame Erweiterung der bisherigen physiotherapeutischenTechniken dar.
Die Teilnehmer machen die Erfahrung, dass diese Narbentherapie schmerzhaft ist – dann nämlich, wenn die zu verklebenden Schichten, die nicht zusammengehören, gelöst werden. Dann gibt es einen hellen, scharfen, spitzen Schmerz. Sie erfahren auch, dass die wenigsten Patienten wegen Narben in die Praxis kommen, sehr oft jedoch wegen Folgeproblemen. «Die meisten Befunderhebungen beginnen bei mir bei den Füssen», so Boeger. Denn die Füsse seien so wichtig wie das Fundament eines Hauses.
Schon bald wissen die Sehbehinderten, über welche Testpunkte sie herausfinden können, welche Probleme woher verursacht werden.


Bericht des Wochenkurses 2008

Seit vielen Jahren, also fast schon traditionell, treffen sich blinde und sehbehinderte Physiotherapeuten zur gemeinsamen Weiterbildung im Hotel Solsana oberhalb des Dorfes Saanen im Berner Oberland.

Thema des diesjährigen Kurses, der vom 23.- 27. Juni stattfand, war „Propriozeptives Ueben und post-operative Frührehabilitation.

Es war in vielerlei Hinsicht ein schöner und interessanter Kurs. Unsere erfahrenen Instruktoren Hannu Luomajoki und Irene Wicki haben es wie schon bei früheren Einsätzen glänzend verstanden, mit angenehm kurzen Theorieblocks und praxisorientiertem Arbeiten Lebendigkeit und Abwechslung in diese Woche zu bringen. Beeindruckend, wie es für sehende Kollegen möglich ist, ohne technische Hilfsmittel wie Beamer etc. für uns Blinde absolut nachvollziehbar zu unterrichten!
So konnte vertrautes, aber vielleicht vergessenes Wissen aufgefrischt, aber durchaus auch Neues hinzugelernt werden. Eine kleine Bergwanderung am Mittwochnachmittag, wo wir die Aufgabe bekamen, im Schweisse unseres Angesichts thema-orientierte „Rätsel“ zu lösen, war ein absolutes Highlight! Nochmals „herzlichen Dank“ an Euch, Irene und Hannu! Unser Alltag mit den Patienten hat einen echten Motivationsschub erhalten

Die Tatsache, dass sich immer wieder die „üblichen Verdächtigen“ in der Solsana treffen, macht diesen Kurs Jahr für Jahr zu einer Art Familienzusammenkunft, kennen sich doch einige von uns schon seit mehr als zwanzig Jahren! Da gibt es natürlich vieles zu bereden, auszutauschen und, vor allen Dingen, zu lachen.
Last but not least sollen ja auch die äusseren Bedingungen passen: Gut gefüttert und getränkt und mit herrlichem Sommerwetter verwöhnt, werden wir den Physiokurs 2008 in allerbester Erinnerung behalten.

Schmerikon, im Juli 2008,
Therese Reichert


Kursausschreibung Wochenkurs Solsana 2007

Myofasziale Triggerpunkt-Therapie

Modul 2 (Muskulatur von Kopf und Extremitäten, Entreipments)
17. September 2007 - 21. September 2007

Zielgruppe: Der Kurs richtet sich in erster Linie an sehbehinderte Physiotherapeuten.

Inhalte: Extremitätenmuskeln, Kopf-, Gesichts- und Kaumuskeln, Entrapments, Kopfschmerz, Schleudertrauma, Kieferschmerzen, „thoracic outlet syndrorrT, Epikondylopathie, Karpa|tunnelsyndrom, Supinatorsyndrom, Pronatorsyndrom, Handgelenk- und Fingerschmerz, Piriformissyndrom, Trochanterschmerz, Begleitschmerz bei Arthrose, Leistenschmerz, Knieschmerz, Tarsaltunnelsyndrom, Achillodynie

Ziele: Die Teilnehmenden vertiefen ihr Verständnis über myofaszial verursachte Schmerzen und Funktionsstörungen und setzen sich mit komplexen myofaszialen Schmerzsyndromen auseinander (Clinical Reasoning). Sie verfeinern und differenzieren die manuellen Behandlungstechniken im Bereich der Kopf- und Extremitätenmuskulatur.

Dauer: 5 Tage

Voraussetzung: Modul 1 oder TP1 mit Anschlusstag

Leitung: Christian Gröbli, PT, Instruktor IMTT®, David G. Simons Academy
Abigail Bernath, PT, Triggerpunkt-Therapeutin IMTT®

Myofasziale Triggerpunkt-Therapie Refresher Tage

21. September 2007 / 22. September 2007

Zielgruppe: Die Kurse richten sich in erster Linie an sehbehinderte Physiotherapeuten, welche die Prüfung zum Triggerpunkt-Therapeuten, IMTT® absolviert haben.

Inhalte: Repetition der „highlights” aus den Kurses TPI, TP2 und TP3.

Ziele: Auffrischung und Vertiefung der theoretischen und praktischen Kenntnisse der myofaszialen TriggerpunktTherapie.
Der Kurs dient der Revalidierung des Zertifikates, Triggerpunkt-Therapeut, IMTT®"

Leitung: Ricky Weissmann, PT, Instruktor IMTT®, David G. Simons Academy
Abigail Bernath, PT, Triggerpunkt-Therapeutin IMTT®, Instruktorin David G. Simons Academy

Bericht über die Generalversammlung von Physioblind vom 24. März 2007 in Zürich

Am Samstag, 24. März 2007, führte der Verein "Physioblind", die Nachfolgeorganisation der inzwischen aufgelösten "Kommission sehbehinderter Physiotherapeutinnen und Physiotherapeuten" des "Schweizer Physiotherapie Verbandes", seine zweite Generalversammlung durch. In "Physioblind" sind neu 28 sehbehinderte und blinde Physiotherapeutinnen und Physiotherapeuten und ein blinder Chiropraktor organisiert. Nebst den statutarischen Geschäften beschloss "Physioblind" sein neues Leitbild und die Fort- und Weiterbildungsaktivität der nächsten beiden Jahre. Eine Webside www.physioblind.ch ist am Entstehen und an der Zielsetzung, blinde und sehbehinderte Interessenten in der Schweiz zu Physiotherapeutinnen und Physiotherapeuten auszubilden, wird mit aller Kraft festgehalten.

Dr. Roy Bösiger, der blinde Chiropraktor
Roy Bösiger hat sich vergeblich, trotz guter Qualifikation, in der Schweiz bemüht, eine Ausbildung zum dipl. Physiotherapeuten zu absolvieren. Seiner Blindheit wegen wurde er zu keiner Ausbildung in der Schweiz zugelassen. Nun hat er es eben anders geschafft. Er studierte in Bern Biologie und danach in Los Ancheles Chiropraktik. Heute ist er mit allen Zulassungen in der Schweiz Chiropraktor und, wenn alles klappt, wird er noch dieses Jahr Verordnungen für Physiotherapie ausstellen. "Physioblind" freut sich sehr, mit Dr. Roy Bösiger, einen Chiropraktor in seinen Reihen zu haben, mit ihm die Fort- und Weiterbildung zu bestreiten und Erfahrungen auszutauschen.

Bernhard Fasser


Der blinde Chiropraktor zu Besuch in Glarus

Am Samstag, 24. Februar 2007, trafen sich 15 blinde und sehbehinderte Physiotherapeuten zum Erfahrungsaustausch mit dem ebenfalls blinden Chiropraktor Roy Bösiger aus Sargans.

Roy Bösiger, 30, studierte in Bern Biologie und danach Chiropraktik in Los Angeles. Nachdem er seine Ausbildung in Amerika abgeschlossen hatte, stellte er sich nach einer zweijährigen Assistenzzeit in Chur den schweizerischen Prüfungsinstanzen und ist nun anerkannter Chiropraktor in Sargans.
Eigentlich wollte er Physiotherapeut werden, weil er, wie seine Torballkollegen Fritz Bolliger und Ruedi Schefer, einen Beruf ausüben wollte, in dem er sich als Blinder einbringen und Anerkennung erlangen konnte. Die einzige damalige Ausbildungsmöglichkeiten, die Schule für Physiotherapie des Universitätsspitals Zürich, befand ihn zwar qualifiziert, wollte ihn aber nicht zur Ausbildung zulassen. Enttäuscht suchte er dann nach einer anderen Möglichkeit und fand mit Umwegen über Amerika den Weg in eine ebenfalls herausfordernde und erfüllende Berufswelt.

Der berufliche Austausch bereichert alle
An der Fortbildung vom letzten Samstag stellte sich sehr schnell heraus, dass der berufliche Austausch zwischen Chiropraktoren und Physiotherapeuten eine tolle Sache ist. Mobilisieren und manipulieren lernten die blinden und sehbehinderten Physiotherapeutinnen und Physiotherapeuten von einem belgischen Kollegen, wo Physiotherapeutinnen und Physiotherapeuten chiropraktische Techniken anwenden. Die modernen Chiropraktoren bedienen sich mehr und mehr auch physiotherapeutischer Techniken, um die Resultate ihrer Behandlungen zu festigen oder ihre Techniken zu ergänzen. Umso mehr freuen sich alle, dass Roy Bösiger als Chiropraktor sich "Physioblind" angeschlossen hat und auch an den speziell für Blinde und Sehbehinderte organisierten Kursen teilnehmen kann.

Blinde fühlen sich wohl in in den Berufen des Physiotherapeuten oder Chiropraktoren
Blind zu sein ist kein Honig lecken. Das Leben ist nun einmal für Sehende gemacht und wir Blinden müssen uns immer an diese Welt anpassen, resp. versuchen, hinterher zu eilen. In unseren Berufen kann sich aber unsere Sehbehinderung als Vorteil erweisen, insbesondere da, wo wahrhaftes Fingerspitzengefühl erforderlich ist. Unsere Patienten haben das schnell gemerkt und vertrauen uns, was wir als grosses Geschenk gerne annehmen. Blind allein reicht aber nicht um gut zu sein. Für uns ist die Fortbildung und der gegenseitige Erfahrungsaustausch sehr wichtig. Seit Jahren organisieren wir Blinden und Sehbehinderten deshalb unsere Fortbildung selbst, um in kleinen Gruppen effizient zu lernen und immer vorn mit dabei zu sein. "Physioblind", unsere Fachgruppe. www.physioblind.ch, versteht sich als Ergänzung zum Berufsverband, dem schweizerischen Physiotherapeutenverband "Physiosuisse", dem die meisten von uns auch angehören.

Bernhard Fasser, Glarus


Kursausschreibung, Einblick in die Tätigkeit eines blinden Chiropraktors

Tauchen Sie mit mir in die Welt der Chiropraktik ein. Lernen Sie das Konzept der Subluxation kennen und verstehen Sie die Komplexität deren Entstehung. Praktisch gehen wir durch einen chiropraktischen Untersuch, schlagen Brücken zur Physiotherapie und diskutieren Synergien und Gegensätze unserer Therapien. Ich freue mich Sie kennen zu lernen und bin gerne bereit spontan auf Fragen einzugehen.

Datum: Samstag, 24. Februar 2007
Ort: Physiotherapie Glarus AG, Glarus
Die Teilnehmerzahl ist auf maximal 20 limitiert. Die Anmeldung wird auf Grund ihres Einganges berücksichtigt.
Grundlagen, Mehr zu Chiropraktik finden Sie unter www.chiropraktik.ch

Viele Grüsse
Roy Bösiger

Webmaster